Aids ist in Afrika ein Dauerthema. Kaum ein Kontinent weltweit, in dem die Aids-Rate die Ausmaße in Afrika erreicht. Von zehn Aidsinfizierten weltweit sind allein sechs in Afrika wohnhaft, hier am häufigsten in der südlichen Hemisphäre. Allein zwei Millionen Kinder in Afrika sind von Aids betroffen, meistens weil sie von ihren Eltern die Krankheit übertragen bekommen haben. So überrascht es nicht, dass unter ihnen die Armut am größten ist, mussten sie oft die Pflege der Eltern übernehmen und auf eine schulische Bildung verzichten.
Aids als Spiegel der Kultur
Afrika ist ein Kontinent größter Gegensätze. Auf der einen Seite die reiche Bevölkerung, die in Luxus lebt und nicht gewillt ist, die Misere im eigenen Land zu beheben. Auf der anderen Seite die Durchschnittsbevölkerung, die meist noch in Armut lebt und Hunger leidet. Nicht wenige dieser Betroffenen leben ein Leben in Promiskuität, das als großer Überträger von Aids gilt. Der Ursprung dieser Krankheit liegt höchstwahrscheinlich bei den Schimpansen in Kamerun, die diese Krankheit auf die Menschen übertragen haben. Während aber in Europa und Nordamerika sehr früh um die Folgen dieser Erkrankung diskutiert und aufgeklärt wurde, sperrt sich ein Großteil der afrikanischen Bevölkerung gegen jegliche Aufklärung und ist damit geradezu prädestiniert diese Krankheit wachsen zu lassen.
Auch Kinder werden nicht verschont
Kinder sind am Ende immer die Leidtragenden. Sie müssen für die Fehler ihrer Eltern gerade stehen und sterben ziemlich früh, weil ihnen keine Medikamente zur Verfügung gestellt werden. Überhaupt frönt die Bevölkerung lieber ihrem ausschweifenden Leben statt sich zu verhüten und in Monogamie zu leben. Leider hat sich aber auch herausgestellt, dass die Verhütung nicht vor Aids schützt, sondern dieses Verhalten weiterhin unterstützt.
Ablehnung von Aufklärung und Therapien
Selbst die Regierungschefs vieler südlicher Länder leugnen Aids als Krankheit und sorgen dafür, dass die Bevölkerung sich leichtfertig über wichtige Therapien hinwegsetzt. Insofern ist Aids geradezu eine afrikanische Krankheit geworden, die bar jeglicher Vernunft gepflegt und geradezu gewollt wird. Selbst Aufklärungskampagnen der UNO haben das Problem nicht beheben können. Lediglich in Kenia und Äthiopien ist das Thema Aids von der Regierung aufgegriffen worden und hat heute dazu beigetragen, dass die Aids-Rate der Erkrankten zurückgegangen ist. Vielleicht sorgt diese Entwicklung für einen Schimmer im Horizont.
